Freitag, 19. Juni 2026, 18.00 - 20.30 Uhr
Samstag, 20. Juni 2026, 10.00 -18.30 Uhr
Sonntag, 21. Juni 2026, 10.00 -16.00 Uhr
in Berlin
Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der BRD und der DDR unterschied sich in vielerlei Hinsicht. Doch in beiden deutschen Staaten wurde in den meisten Familien über die aktive und passive Beteiligung an den nationalsozialistischen Verbrechen geschwiegen. Dieses Schweigen prägt die nachfolgenden Generationen bis heute.
Auch in vielen Familien von NS-Verfolgten wurde die Vergangenheit beschwiegen, wenn auch aus völlig anderen Gründen. Unabhängig davon, ob die Überlebenden über ihre Verfolgungsgeschichte sprachen oder nicht, wurde das Trauma an die Nachfahren weitergegeben und hat sich auf vielfältige Weise in deren Leben niedergeschlagen.
Im Rahmen des Workshops bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen – egal, um was für eine Geschichte es sich handelt. Gemeinsam reflektieren wir die bisherige Beschäftigung mit der Familienbiografie, bereiten uns auf Gespräche mit Angehörigen vor und teilen Tipps für die Recherche in Archiven.
Programm
Freitag, 18.00 – 20.30 Uhr:
Einstieg ins Thema anhand eines autobiografischen Dokumentarfilms
Als Einführung beschäftigen wir uns anhand eines Films mit dem Workshopthema. Aus der Perspektive der dritten Generation erzählt die Filmemacher*in von Familienangehörigen in Israel und in Ostdeutschland – und von ihrer eigenen Auseinandersetzung mit der Familienbiografie.
Samstag 10.00 – 18.30 Uhr:
Selbstreflexive Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte
Mithilfe von Methoden aus der historisch-politischen Bildungsarbeit wird ein Raum geschaffen, um alleine und in Kleingruppen über die Geschichte der eigenen Familie nachzudenken und die dort vermittelten Geschichtsbilder sowie den eigenen Umgang damit zu reflektieren.
Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr:
Familieninterviews und Archiv-Recherche
In einer Übung erproben die Teilnehmenden, wie verschiedene Interviewtechniken für die Befragung von Angehörigen genutzt werden können. Nach einer Einführung in die Archivrecherche können Erfahrungen mit eigenen Recherchen sowie diesbezügliche Tipps ausgetauscht werden.
Referent*innen
Susanna Harms, Tatjana Volpert
Museum des Kapitalismus
Köpenicker Str. 172
10997 Berlin-Kreuzberg
Bitte bis zum 11.06.2026 per E-Mail an:
Wolf van Vugt
bewegte-vielfalt[at]bildungsbausteine.org
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Bewegte Vielfalt in Berlin“ statt und ist kostenfrei.